Konversion militärischer Flächen in Hanau

Der Begriff "Konversion" beschreibt in der Stadtplanung die Wiedereingliederung von brach liegenden Flächen und Gebäuden in den Wirtschafts- und Naturkreislauf.

Die Konversion von 340 Hektar ehemaliger US-Militärliegenschaften hat der Stadt Hanau in den vergangenen zehn Jahren einen großen Entwicklungsschub beschert. Es entstanden mehr als 1000 Wohneinheiten, 1500 weitere sind auf der ehemaligen Pioneer-Kaserne im Stadtteil Wolfgang geplant. Durch die Neu-Ansiedlung von Unternehmen, Dienstleistern, Schulen und einer Kita wurden rund 1300 Arbeitsplätze geschaffen. Zudem entstanden ein neues Gefahrenabwehrzentrum sowie Naturreservat für Przewalski-Urwildpferde.
Inzwischen sind rund 250 Hektar Konversionsflächen einer neuen Nutzung zugeführt. Einige wenige Flächen stehen jedoch noch für Wohn- oder Gewerbeansiedlungen zur Verfügung.
Laufende Konversionsprojekte
Die LEG Hessen-Hanau GmbH, ein gemeinsames Unternehmen der Stadt Hanau und der DSK | BIG Gruppe, entwickelt auf dem knapp 50 Hektar großen Areal im Stadtteil Wolfgang ein Wohngebiet mit bis zu 1500 Wohneinheiten. Im Pioneer Park Hanau soll Wohnraum für rund 5000 Menschen entstehen – von Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, innovativen Kettenbungalows und Stadtvillen bis hin zu Geschosswohnungsbau. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Jahr 2018. Es werden noch Partner für die Umsetzung von Teilprojekten im Wohnbau gesucht.
Steckbrief:Pioneerpark
  • Fläche: Pioneer-Kaserne 39,3 ha – Triangle Housing 9,1 ha
  • Frühere Nutzung: Kasernen- und Lagergebäude, soziale und Gemeinschaftseinrichtungen, Abstell- und Werkstatthallen, altes Heizwerk sowie Wohnunterbringung (Triangle Housing).
  • Lage: Die Pioneer Kaserne und Triangle Housing bilden eine Einheit. Das Areal liegt im Stadtteil Wolfgang nördlich der B8 (Aschaffenburger Straße). Es ragt im Norden und Osten in die Auenlandschaft Bulau (Waldgebiet) hinein und wird im süd-östlichen Teil von der Eisenbahnlinie Hanau-Fulda sowie der vierspurig ausgebauten B43a begrenzt.
  • Anbindung: Hervorragende Anbindung über die vierspurig ausgebaute B8 zum Autobahnanschluss Erlensee/A66 (Richtung Frankfurt und Hanauer Kreuz) sowie an das innerörtliche Straßennetz. Anbindung an den ÖPNV durch die Buslinie 6 der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) mit der Innenstadt sowie den Stadtteilen Groß-Auheim und Klein-Auheim.

Bisherige Entwicklung
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • August 2016: Die städtische BAUprojekt Hanau GmbH kauft das gesamte Areal.
  • Dezember 2016: Der Partner für die Entwicklung ist gefunden. Die städtische BAUprojekt Hanau GmbH wird das Areal der Pioneer-Kaserne gemeinsam mit der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG und LEG Entwicklung GmbH entwickeln. Beide Unternehmen gehören zur in Wiesbaden und in Kiel ansässigen DSK | BIG Gruppe.
  • April 2017: Baupro, DSK und LEG gründen die „LEG Hessen-Hanau“. Die Baupro hält 10 Prozent der Gesellschaftsanteile, die DSK | BIG Gruppe 90 Prozent. Die Partner haben sich trotz unterschiedlicher Unternehmensanteile aber auf eine gleichberechtigte Stimmverteilung verständigt.
  • Juli 2017: Das Architekturbüro AS+P Albert Speer + Partner erhält den Auftrag, das vorgelegte städtebauliche Konzept in Abstimmung mit der Stadt Hanau, den städtischen Gremien und der LEG Hessen-Hanau weiterzuentwickeln. Das städtebauliche Konzept soll die Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplans sein.

„Bezahlbar wohnen – im Eigenheim“
Im Bereich Triangle-Housing soll ein Großteil der Gebäude von der LEG Hessen-Hanau saniert werden. Dadurch entstehen rund 300 grundsanierte Wohnungen zwischen 100 und 110 Quadratmetern Größe. Die sanierten Wohnungen werden von der LEG Hessen-Hanau ausschließlich Selbstnutzern - deutlich unter Marktpreis - zum Erwerb angeboten. Für den Erwerb dieser Wohnungen stellt die Sparkasse Hanau ein Sonderkontingent an Finanzierungsmitteln zur Verfügung, das sich durch eine Zinsbindung von 10 bis 15 Jahren und einen entsprechenden Tilgungsanteil auszeichnet. So können diese Wohnungen vergleichsweise günstig finanziert werden. Der Vertrieb der Wohnungen und die Beratung der Erwerber erfolgen ausschließlich über die Sparkasse Hanau.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: LEG Hessen - Hanau
In den vergangenen Jahren ist auf dem Areal – in direkter Nachbarschaft zum Industriepark Wolfgang - das Industriegebiet „Fraunhofer Science Park“ entstanden. Namensgeber ist die Fraunhofer Gesellschaft, die dort eine Forschungseinrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategien baut. Noch stehen einige Grundstücke für die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe zur Verfügung.
Steckbrief:Wolfgang Kaserne Frauenhofer
  • Fläche: 39,8 ha – davon ca. 24 ha Waldbestand
  • Frühere Nutzung: Ehemaliges Einkaufs- und Vergnügungscenter des US-Army.
  • Lage: Im Stadtteil Wolfgang, direkt an der B8 (Aschaffenburger Straße), auf deren gegenüber liegender Seite das ehemalige Übungsgelände Campo Pond (heute FFH-Gebiet) liegt. Im Nordwesten stößt die Fläche an den Industriepark Wolfgang. Im Nord- und Südosten zieht sich der Staatsforst Wolfgang um das Gelände herum.
  • Anbindung: Hervorragende Anbindung durch die B8 (Aschaffenburger Straße) an den Autobahnanschluss Erlensee A66 (Richtung Frankfurt und Richtung Hanauer Kreuz) und die Innenstadt, sowie den Stadtteil Großauheim. Direkte Gleis-Anbindung an die Eisenbahnlinie Hanau-Fulda. Anbindung an das ÖPNV-Netz durch die Linie 6 der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB).

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • Ende 2009: Stadt Hanau erwirbt 1,4 ha für eine neue Zufahrt zum Industriepark Wolfgang (Tor Süd) und dem späteren Fraunhofer Science Park. (Einweihung im April 2010)
  • Dezember 2013: Die Stadt Hanau (Bauprojekt Hanau GmbH) erwirbt ein Grundstück von 4,67 ha Größe, um die Ansiedlung von Fraunhofer zu ermöglichen.
  • März 2015: Dietz AG aus Bensheim kauft von der Stadt 2,5 ha, um darauf den neuen Firmensitz von ALD Vacuum Technologies GmbH zu errichten (Mieter ALD bezieht im Frühjahr 2016 die Gebäude).
  • Mai 2015: Die Fraunhofer Gesellschaft kauft von der Stadt 1,67 ha, um ein eigenes Forschungsgebäude zu errichten. (Spatenstich im Juni 2017)
  • Oktober 2016: Die Stadt Hanau (Bauprojekt Hanau GmbH) kauft weitere 4,8 ha auf der Teilfläche Nord und verkauft sie sofort weiter an die Dietz AG aus Bensheim. Diese baut auf 1,5 ha weitere Lager- und Betriebsgebäude für eine Erweiterung der ALD (Inbetriebnahme im Juli 2017).
  • August 2018: Die ALD kündigt an wieder zu erweitern: Durch den Bau von 2.500 Quadratmetern Bürofläche und einem 2.000 Quadratmeter großen Technikum durch die Dietz AG, soll Platz für rund 100 Mitarbeiter geschaffen werden. Der Bezug ist für Ende 2019 geplant.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
www.dietz-ag.de
Der renommierte Immobilienentwickler Ten Brinke GmbH & Co.KG plant auf dem 1,78 Hektar großen Areal im Stadtteil Lamboy ein Wohnbauprojekt. Vorgesehen sind mehr als 100 Wohneinheiten, bestehend aus einem Wohnungsmix aus Reihenhäusern, Doppelhaushälften sowie Mehrfamilienhäusern und zum Teil unterirdischen Tiefgaragen.
Steckbrief:Cardwell Housing
  • Fläche: 1,78 ha
  • Frühere Nutzung: Das Cardwell Area war einst Teil der in den 50er Jahren errichteten Cardwell Wohnsiedlung (heute Cardwell Wohnanlage), die zur Unterbringung von Angehörigen der US-Armee und derer Familien diente. Auf dem Gelände gab es dereinst einen Kindergarten, eine Sporthalle und ein Clubgebäude sowie zwei Tennisplätze, großzügige Grünanlagen und einen Spielplatz.
  • Lage: Das Areal befindet sich im Stadtteil Lamboy, zwischen Chemnitzer Straße und Pappelweg und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Cardwell Wohnanlage und den Francois-Gärten.
  • Anbindung: Die Auffahrt Hanau-Nord auf die B8 ist nur knapp einen Kilometer entfernt. Von dort erreicht man den Autobahnanschluss Erlensee der A66 mit Richtung Frankfurt am Main einerseits und Hanauer Kreuz andererseits. Die Lamboystraße bildet eine Haupteinfallstraße in die Hanauer Innenstadt; damit ist eine gute Erreichbarkeit mit dem PKW sowie mit dem Bus aus der Innenstadt bzw. in die Innenstadt gewährleistet.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • 2014: Bieterverfahren der Stadt Hanau und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (mit Vorgaben der Stadt Hanau).
  • Februar 2015: Rosenhöfe Immobilien GmbH aus Aschaffenburg, ein Beteiligungsunternehmen der Dreger Immobiliengruppe, setzt sich im Bieterverfahren gegen die anderen Bewerber durch und kauft das Areal.
  • März 2015: Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan
  • Januar 2017: Abbrucharbeiten auf dem Areal beginnen.
  • August 2017: Die Rosenhöfe Immobilien GmbH gibt bekannt, dass sie von der geplanten Entwicklung des Cardwell Area Abstand nimmt. Das Wohnbau-Projekt wird vom renommierten Immobilienentwickler Ten Brinke GmbH & Co.KG übernommen.
In den vergangenen Jahren ist ein Großteil des Areals im Stadtteil Lamboy einer neuen Nutzung zugeführt worden. Im Südosten wurde das neue Gefahrenabwehrzentrum der Stadt errichtet. Im historischen Gebäudeensemble rund um den Sophie-Scholl-Platz im Süden entstand das Büro- und Dienstleistungszentrum „Lamboy-Höfe“. Im Norden entstand auf rund 60.000 m² das neue Gewerbegebiet „Am Lamboywald“. Hier wurde Ende 2017 die letzte Teilfläche von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben veräußert.
Steckbrief:Hutier-Kaserne
  • Fläche: 27,7 ha
  • Frühere Nutzung: Das historische Gebäudeensemble an der Lamboystraße wurde für die Verwaltung und Unterkunft von Soldaten genutzt. Eine große Fläche im Norden mit Panzer- und Kfz-Wartungshallen diente den US-Streitkräften als Motorpool.
  • Lage: Die Hutier Kaserne liegt im Stadtteil Lamboy im nördlichen Teil der Stadt; Begrenzt wird die Hutier Kaserne im Süden durch die Lamboystraße, im Westen durch die Ruhrstraße, im Norden durch das Gewerbegebiet Nord sowie im Osten durch den Lamboywald.
  • Anbindung: Die Hutier Kaserne ist sehr gut angeschlossen. Die Auffahrt Hanau-Nord auf die B8 ist nur knapp einen Kilometer entfernt. Von dort sind es nur wenige hundert Meter zum Autobahnanschluss Erlensee der A66 mit Richtung Frankfurt am Main einerseits und das Hanauer Kreuz andererseits. Die Lamboystraße führt direkt in die Hanauer Innenstadt; damit ist eine gute Erreichbarkeit mit dem PKW sowie mit Buslinien 2 und 7 gewährleistet.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2007: Schließung durch US-Army und Übergabe des Areals an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
  • Dezember 2008: Stadt kauft 7 ha im Südosten des Areals um dort ein neues Gefahrenabwehrzentrum inklusive Hauptfeuerwache zu erreichten
  • Oktober 2010: Der aus Fulda stammende Investor R + S Immobilien GmbH, ein Unternehmen der R+S Gruppe, kauft zwei der denkmalgeschützten Gebäude, um sie zu sanieren und sich dort mit rund 260 Arbeitsplätzen anzusiedeln.
  • Dezember 2010: Der schwedische Möbelkonzern IKEA kauft eine 3,7 Hektar große Fläche, die direkt an das eigene Areal grenzt, um Raum für eine mögliche Erweiterung zu schaffen.
  • August 2011: Eröffnung der neuen Hauptfeuerwache mit Verwaltungsgebäuden, Fahrzeughallen, Brandübungshaus und Schlauchturm.
  • August 2011: Spatenstich fürs Gefahrenabwehrzentrums mit DRK, DLRG und Johanniter Unfallhilfe.
  • März 2012: Die R+S solutions Holding AG kauft sechs weitere Gebäude des denkmalgeschützten historischen Ensembles, um sie zu sanieren und weiter zu vermieten oder zu verkaufen.
  • Mai 2012: Der Platz im Zentrum des Historischen Ensembles erhält offiziell den Namen „Sophie-Scholl-Platz“.
  • Juni 2013: Einweihung Gefahrenabwehrzentrum. Neben der Hauptfeuerwache nun auch das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mit der Ortsgruppe Hanau und dem Bezirk Main-Kinzig sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) mit den Bereichen Katastrophenschutz und Ehrenamt ansässig.
  • April 2013: Autohaus Noe-Stang eröffnet im Gewerbegebiet „Am Lamboywald“ ein großes Verkaufs- und Servicezentrum.
  • April 2015: Das Aschaffenburger Unternehmen SUNDO (Schmitt & Orschler) ersteht rund 4.000 Quadratmeter für den Bau eines Fachgroßhandels für Malerbedarf mit angeschlossener Lagerfläche. (Fertigstellung und Einzug im Mai 2016)
  • Oktober 2015: Die Firma Rohde Schutzgasöfen GmbH kauft ein 6.000 Quadratmeter großes Grundstück, um eine neue Firmenniederlassung inklusive Produktionshallen zu bauen (Fertigstellung und Einzug im Oktober 2016).)
  • 2017: Die Unternehmen VOL-Stahl GmbH, Shotec GmbH und der Werbebau GmbH kaufen die restlichen Grundstücke und bauen auf dem Gelände. Alle Gebäude sind inzwischen fertiggestellt und in Betrieb.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Information zu Büroräumen in den Lamboy-Höfen gibt es bei der ICS - Immo Consulting Service GmbH
Seit 2015 befinden sich auf dem Gelände sowohl eine Kommunale als auch eine Hessische Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Gegenüber entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Pioneer-Kaserne das neue Wohngebiet Pioneer Park Hanau mit rund 1500 Wohneinheiten.
Steckbrief:Luftbild der Pioneer Kaserne
  • Fläche: 13 ha & 0,5 ha (ehemalige Tankstelle an der B8)
  • Frühere Nutzung: Einst war Sportsfield Housing ein (der gegenüberliegenden Pioneer Kaserne zugeordnetes) Wohngebiet. In den insgesamt 22 dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern waren Angehörige des US-Militärs und ihre Familien untergebracht. Auch eine Schule, eine Kindertagesstätte und eine ehemalige (außerhalb liegende) Tankstelle gehören zum Areal.
  • Lage: Sportsfield Housing liegt im Stadtteil Wolfgang. Die Liegenschaft ist im Norden von der Aschaffenburger Straße (B 8) und im Süden von der Eisenbahnlinie Hanau - Friedberg begrenzt. Im Osten läuft die B 43a an der Liegenschaft vorbei.
  • Anbindung: Hervorragende Anbindung über die vierspurig ausgebaute B8 zum Autobahnanschluss Erlensee/A66 ( Richtung Frankfurt und Hanauer Kreuz) sowie an das innerörtliche Straßennetz. Anbindung an den ÖPNV durch die Buslinie 6 der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) mit der Innenstadt sowie den Stadtteilen Großauheim und Klein-Auheim.

Bisherige Entwicklung
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • August 2014: Angesichts der sich zuspitzenden Flüchtlingskrise präsentiert die Stadt Hanau erste Pläne Teile von Sportsfield Housing vorrübergehend in eine Kommunale Erstaufnahmeeinrichtung für sogenannte Kontigent-Flüchtlinge zu verwandeln.
  • August 2015: Die Kommunale Erstaufnahmeeinrichtung wird in vier Wohnblocks auf Sportsfield Housing in Betrieb genommen.
  • September 2015: Der Main-Kinzig-Kreis erhält den Einsatzbefehl eine Notunterkunft für 1000 Flüchtlinge einzurichten. In kürzester Zeit werden 840 Flüchtlinge in der August-Schärttner-Sporthalle in Hanau untergebracht. Die Stadt Hanau setzt – mit Unterstützung des Kreises und des Landes Hessen – alles daran so schnell wie möglich weitere Gebäude auf Sportsfield Housing herzurichten. Hier soll nun auch eine Landeserstaufnahmeeinrichtung, in Verantwortung des Regierungspräsidiums Darmstadt, entstehen.
  • Oktober 2015: Die Flüchtlinge ziehen von der August-Schärttner-Halle um in die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen auf Sportsfield Housing. Dafür werden insgesamt neun der Gebäude instand gesetzt. Die Betreuung übernimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe Hanau & Main-Kinzig, die dafür auch die ehemalige Schule und die ehemalige Kindertagesstätte nutzt. Die 13 verbleibenden Blöcke setzt die Stadt Hanau sukzessive als Übergangs-Wohnraum für der Kommune zugewiesene Flüchtlinge instand.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Auf dem Areal im Stadtteil Wolfgang - mit seinen weitläufigen Grünflächen und altem Baumbestand - entsteht derzeit das hochwertige Wohngebiet „Lehrhöfer Park“ mit bis zu 500 Wohneinheiten. Wohnprojekte werden von neun verschiedenen Bauträgern umgesetzt und befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Ein Gewerbegebiet im Süden des Areals (ca 1 ha) steht noch zum Verkauf. Im Norden befindet sich das Elisabeth-Schmitz-Förderschulzentrum, die Robinson(grund)schule sowie die Kita Old Argonner.
SteckbriefLuftbild der Old Argonner Kaserne
  • Fläche: 20,8 ha
  • Frühere Nutzung: Die Alte Argonner Kaserne wurde zwischen 1937 und 1938 als Kaserne für das dritte deutsche Bahn-Pionierregiment erbaut, 1944/45 teilweise stark beschädigt und bis 1956 von der US-Army wieder aufgebaut. Der nördliche Bereich der Liegenschaft wurde in der Folge in mehreren Ausbaustufen zur militärischen Wohnsiedlung mit dazugehöriger Infrastruktur wie Elementary School, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Grünflächen und Spielplätzen ausgebaut. Im Süden war ein technischer Bereich mit Verwaltungsgebäuden und Fahrzeughallen angesiedelt. Der Bereich der alten Gesamtanlage „Alte Argonner Kaserne“ steht einschließlich der im Zentrum liegenden Freifläche unter Denkmalschutz.
  • Lage: Die Old Argonner Kaserne liegt im Stadtteil Wolfgang und ist vom alten Siedlungskern durch die vierspurig ausgebaute B 8 getrennt. Die Old Argonner Kaserne wird im Nordosten von einem schmalen Wohngebiet begrenzt; im Südosten stößt die Fläche an die K 970 (In den Tannen) sowie im Westen an die Bahnlinie Hanau-Fulda bzw. Hanau-Friedberg.
  • Anbindung: Über die Straße „In den Tannen“ besteht nach Norden eine Anbindung an die B 8 mit direkten Anbindungen an die Innenstadt sowie den Autobahnanschluss Erlensee der A 66 (Richtung Frankfurt und Richtung Hanauer Kreuz). Nach Süden besteht eine Anbindung an die Auheimer Straße / L 3309, über die sowohl die Innenstadt als auch die südlichen Stadtteile und die B 45 und B 43a und somit die A 3 (Richtung Frankfurter Kreuz und Richtung Würzburg) schnell erreicht werden.

Bisherige Entwicklung
  • Mitte 2008: Schließung durch die US-Armee. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • Juni 2009: Die Stadt Hanau kauft eine Fläche von ca. 3,6 ha auf der sich die Elementary School befindet. Es entstehen das Förderschulzentrum Elisabeth-Schmitz-Schule (Eröffnung Oktober 2010) und die Kita Old Argonner (Eröffnung Januar 2011). Auch die Robinsonschule (Grundschule) zieht im November 2014 in den Gebäudekomplex ein.
  • Mai 2013: Vorhabenträger Maiberg Wohnbau GmbH kauft das restliche Kasernengelände (17 ha). Gemeinsam mit der Beethoven Development GmbH aus Würzburg gründet sie die gemeinsame Projektgesellschaft Lehrhöfer Park GmbH. Sie teilt das Areal auf und verkauft Grundstücke an insgesamt acht Unternehmen weiter. Diese bauen zum Teil neu – und renovieren zum Teil bestehende Gebäude.
  • August 2014: Die Lehrhöfer Park GmbH startet mit der Vermarktung der ersten Wohnungen.
  • Januar 2019: Mehr als 200 Wohneinheiten sind fertiggestellt und bezogen. Bis zu 300 weitere sollen folgen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.lehrhoefer-park.de
Für die 6,1 Hektar große Underwood Kaserne im Stadtteil Großauheim favorisiert die Stadt eine Gewerbeansiedlung mit angemessener Arbeitsplatzdichte und wenig Emissionen. Logistik oder eine 24-Stunden Andienung ist wegen der möglichen Lärmbelästigung für die Anwohner jedoch ausgeschlossen.
SteckbriefLuftbild der Underwood Kaserne
  • Fläche: 6,1 ha
  • Frühere Nutzung: Die ehemalige 6,1 Hektar große Underwood Kaserne ist die jüngste Kasernenanlage in Hanau und wurde erst im Jahr 1985 von den amerikanischen Gaststreitkräften als Stützpunkt eines US-Patriot-Bataillons eröffnet. Hier befinden sich viele Lager- und Verwaltungsgebäude der US-Army. Das Gelände ist stark bebaut und versiegelt.
  • Lage: Die Underwood Kaserne befindet sich im Stadtteil Groß-Auheim im östlichen Teil von Hanau. Sie liegt im Dreieck von Depotstraße im Westen, die Eisenbahnlinie Hanau-Aschaffenburg im Süden und eine Eisenbahnstrecke, die die Hauptstrecken Hanau-Aschaffenburg und Hanau-Fulda direkt verbindet, im Nordosten. Auf der gegenüberliegenden Seite der Depotstraße befindet sich ein großes Industriegelände der Firma ABB. Direkt nördlich, nach der Eisenbahnlinie, beginnt der Großauheimer Stadtwald. Von der Lage, Bebauung und Nutzung her, bildet die Underwood Kaserne eine städtebauliche Einheit mit der Großauheim Kaserne.
  • Anbindung: Die Underwood Kaserne gut angeschlossen. Die Einfahrt zur Kaserne erfolgt über die Depotstraße, direkt gegenüber der Einmündung der L3309 (Auheimer Straße). Über Depotstraße und L3309 sind alle Ausfallstraßen (B8, B43a) problemlos zu erreichen. Allerdings führen die Zubringerstraßen durch Wohngebiete. Über die L3309 sind alle Innenstadtbereiche als auch die benachbarten Gemeinden, Großkrotzenburg und Kahl gut zu erreichen. Keine Anbindung an das ÖPNV-Netz.

Bisherige Entwicklung
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • August 2011: Autokontor Bayern, ein Dienstleister im Flottenmanagement, nutzt das Areal, um dort ca. 1000 Halbjahreswagen zu parken (kurzfristige Zwischennutzung).
  • August 2012: Erste Ausschreibung/Marktsondierung durch die BImA.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Für die 38,5 Hektar große ehemalige Großauheim-Kaserne im Stadtteil Großauheim wurden 2018 neue zivile Nutzungen gefunden: Das Unternehmen P3 Logistic Parks wird auf einer Gesamtfläche von 250.000 Quadratmetern ein Rechenzentrum auf dem Areal erbauen. Des Weiteren wird die Stadtwerke Hanau GmbH mit dem Partner AHS-Solar GmbH & Co. KG aus Biebergemünd eine Photovoltaik-Großflächenanlage errichten. Sie wird die größte ihrer Art im Main-Kinzig-Kreis und einer der größten Freiflächenanlagen in Hessen sein. Grundstückeigentümerin Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verpachtet zu diesem Zweck an die Partner ein acht Hektar großes Gelände. Damit ist die Entwicklung der Kaserne abgeschlossen.
SteckbriefLuftbild der Underwood Kaserne
  • Fläche: 38,5 ha
  • Frühere Nutzung: Die Großauheim Kaserne wurde von den Amerikanern zur Instandsetzung und als Versorgungslager genutzt. Die Gebäude und versiegelten Flächen sind zumeist im nördlichen Bereich der Kaserne angesiedelt. Im Süden ist eine zusammenhängende Freifläche vorhanden, in der sich das Regenrückhaltebecken befindet. Der südliche Bereich ist ein Wasserschutzgebiet II mit einer Größe von ca. 110 055 m².
  • Lage: Die Großauheim Kaserne liegt im Stadtteil Großauheim im östlichen Teil der Stadt Hanau und unmittelbar an der Grenze zur Gemeinde Großkrotzenburg. Die Kaserne wird im Nordwesten von der Depotstraße und im Nordosten von der Eisenbahnlinie Hanau-Aschaffenburg begrenzt. Das unmittelbare Umfeld der Großauheim Kaserne ist industriell geprägt. Auf der westlichen Seite der Depotstraße, befindet sich ein großes Industriegelände. Direkt südlich angrenzend an das Kasernengelände wird gerade der Gewerbepark "Hanau-Großauheim-Süd" entwickelt.
  • Anbindung: Verkehrstechnisch ist die Großauheim Kaserne gut angeschlossen. Die Haupteinfahrt der Kaserne liegt an der Depotstraße, nahe der Einmündung der L 3309. Über die Depotstraße und die L 3309 (Auheimer Straße) sind die Bundesstraßen B 8 und B 43a zu erreichen. Über die L 3309 sind sowohl die Hanauer Innenstadt als auch die benachbarten Gemeinden Großkrotzenburg und Kahl gut zu erreichen.
  • Auf dem Gelände der Großauheim Kaserne sind zwei Gleisanschlüsse vorhanden. Damit ist eine direkte Verbindung an das regionale und überregionale Eisenbahnnetz gegeben. An das ÖPNV-Netz ist die Kaserne nicht angebunden.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • Juni 2011: Vorübergehende Nutzung durch Autokontor Bayern, ein Dienstleister im Flottenmanagement, der dort 1000 Halbjahreswagen abstellt.
  • Oktober 2018: In der öffentlichen Sitzung des Struktur- und Umweltausschusses verkündeten Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Jürgen Diehl, Geschäftsführer der P3 Logistic Parks Germany, die Pläne für den Bau eines Rechenzentrums in der ehemaligen Großauheim Kaserne. Der zukünftige Daten Center Campus wird aus fünf Gebäuden bestehen und eine Gesamtfläche von 250.000 Quadratmetern einnehmen. Mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen durch das Zentrum vor Ort. Die Gebäude wird P3 Logistic Parks nach Errichtung an Großkunden weitervermieten, die dort ihre Server unterstellen und betreiben. Das Unternehmen beabsichtigt die ehemalige Großauheim Kaserne vollständig zurück zubauen, zu dekontaminieren sowie im Dialog mit der Stadt Hanau das Baurecht zu schaffen. Der Abriss ist für das 3. Quartal 2019 vorgesehen.
  • Dezember 2018: Die Stadtwerke Hanau GmbH gibt bekannt, dass sie mit dem Partner AHS-Solar GmbH & Co. KG aus Biebergemünd eine Photovoltaik-Großflächenanlage errichten wird. Sie wird die größte ihrer Art im Main-Kinzig-Kreis und einer der größten Freiflächenanlagen in Hessen sein. Grundstückeigentümerin Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verpachtet zu diesem Zweck an die Partner ein acht Hektar großes Gelände. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Hanauer Rathaus unterzeichneten alle Beteiligten jetzt den Pachtvertrag, der über insgesamt 30 Jahre läuft. Für die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage werden auf der Konversionsfläche insgesamt 24.000 Solarmodule aufgestellt. Damit erreicht die Anlage eine Leistung von bis zu sieben Megawatt. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2020 vorgesehen. Die dort in einem Jahr erzeugte Strommenge entspricht dem jährlichen Verbrauch von rund 3.500 Haushalten.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Abgeschlossene Konversionsprojekte
(ehem. Yor(c)khof Kaserne)

Im Jahr 2010 hat der renommierten Denkmal- und Sanierungsspezialist „Bauwert Projektentwicklungs GmbH aus Baden Baden“ das Areal (ohne Parkplatz) gekauft. Die acht Bestandsgebäude wurden hochwertig saniert und ein Neubau mit 15 Wohnungen sowie Carports errichtet. Es entstanden insgesamt 82 Eigentumswohnungen, die unter dem Namen „Yorckhof Stadtvillen“ firmieren. Das „c“ im Namen Yorckhof ist historisch korrekt, ging jedoch im Laufe der Zeit verloren und wurde mit der Umbenennung von Kaserne zu Stadtvillen wieder hinzugefügt.
Steckbrief:Yorckhof Stadtvillen
  • Fläche: 1,6 ha (davon ca. 0,26 ha Parkplatz, Ecke Chemnitzer- und Cranachstraße)
  • Frühere Nutzung: Wohnanlage aus dem Jahren 1902 und 1912, die einst für verheiratete deutsche Unteroffiziere errichtet wurde und später über Jahrzehnte als Verwaltungsstelle der US-Armee diente. Die ehemalige Yor(c)khof Kaserne bildete zusammen mit der Hessen-Homburg Kaserne, der Francois Kaserne sowie der Hutier Kaserne einen militärischen Block entlang der Lamboystraße. Der Parkplatz (0,26 ha) auf der gegenüberliegenden Seite der Cranachstraße zählte ebenfalls zum Militär-Areal dazu.
  • Lage: Die ehemalige Yor(c)khof Kaserne liegt südlich der Lamboystraße im Stadtteil Lamboy. Im Süden wird das Areal von der Cranachstraße und im Westen von der Chemnitzer Straße begrenzt.
  • Anbindung: Die Auffahrt Hanau-Nord auf die B8 ist nur knapp einen Kilometer entfernt. Von dort erreicht man den Autobahnanschluss Erlensee der A66 mit Richtung Frankfurt am Main einerseits und Hanauer Kreuz andererseits. Die Lamboystraße bildet eine Haupteinfallstraße in die Hanauer Innenstadt; damit ist eine gute Erreichbarkeit mit dem PKW sowie mit dem Bus aus der Innenstadt bzw. in die Innenstadt gewährleistet.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet und vermarktet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • September 2010: Die Bauwert Projektentwicklungs GmbH aus Baden Baden kauft das 1,3 ha große Areal nördlich der Cranachstraße. Sie saniert die acht bestehenden Gebäude und ergänzt sie durch einen Neubau sowie Carports. Es entstehen 82 hochwertige Eigentumswohnungen.
  • Juni 2011: Die Berus GmbH aus Staufenberg kauft die 0,26 ha große Parzelle südlich der Cranachstraße, die früher als Parkplatz für die Yor(c)khof Kaserne diente. Sie errichtet dort elf Reihenhäuser, die Ende 2012 fertiggestellt und bezogen werden.
  • Herbst 2012: Fertigstellung und Bezug der Yorckhof Stadtvillen
(ehem. Cardwell Village Family Housing)

Im März 2010 hat die Kronenberger Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG aus Hanau das Areal gekauft und die acht dreistöckigen Mehrfamilienhäuser saniert, mit Terrassen oder Balkonen ausgestattet sowie Garagen gebaut. Es entstanden rund 96 Wohneinheiten – teils zum Kauf und teils zur Miete.
Steckbrief:Luftbild der Cardwell Wohnsiedlung
  • Fläche: 1,8 ha
  • Frühere Nutzung: Die Cardwell Wohnsiedlung wurde Anfang der 50er Jahre errichtet und diente zur Unterbringung von Angehörigen der US-Armee und derer Familien.
  • Lage: Die Cardwell Wohnsiedlung liegt im Stadtteil Lamboy und besteht aus zwei Wohnanlagen entlang der Chemnitzer Straße und der Grünewaldstraße. Beide Wohnanlagen stoßen im rechten Winkel aufeinander und bilden eine L- Form
  • Anbindung: Die Auffahrt Hanau-Nord auf die B8 ist nur knapp einen Kilometer entfernt. Von dort erreicht man den Autobahnanschluss Erlensee der A66 mit Richtung Frankfurt am Main einerseits und Hanauer Kreuz andererseits. Die Lamboystraße bildet eine Haupteinfallstraße in die Hanauer Innenstadt; damit ist eine gute Erreichbarkeit mit dem PKW sowie mit dem Bus aus der Innenstadt bzw. in die Innenstadt gewährleistet.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet und vermarktet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • März 2010: Die Kronenberger Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG aus Hanau kauft das Areal und saniert die acht dreistöckigen Mehrfamilienhäuser und baut Garagen. Es entsteht die Cardwell Wohnanlage mit rund 96 Wohneinheiten zum Kauf und zur Miete.
  • Oktober 2010: Bezug der ersten sanierten Wohnungen.
(ehemals New Argonner Kaserne)

Der Großteil der ehemaligen New Argonner Kaserne wurde in das Wohnquartier „ Argonnerpark“ (390 Wohneinheiten) umgewandelt. Direkt an der B8 entstand zudem das Dienstleistungs- und Nahversorgungszentrum Argonnermarkt.
In der ehemaligen Middle School der US-Armee ist heute die christliche Paul-Gerhardt-Schule untergebracht. Im Südwesten entsteht aktuell das Wohngebiet „In den Argonnerwiesen“ mit 155 Wohneinheiten, einer Kindertagestätte und einem Schulsportplatz.
Steckbrief:Luftbild der Old Argonner Kaserne
  • Fläche: 36,1 ha
  • Frühere Nutzung: Seit dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die New Argonner Kaserne als Wohn- und Versorgungsstandort genutzt. Die Wohnhäuser wurden zumeist in der 50er Jahren gebaut und dienten der Unterbringung von Angehörigen der US-Armee und ihrer Familien. Auch gab es ein medizinisches Zentrum, einen Jugendclub, zwei Schulen (High School und Middle School) sowie mehrere Sportanlagen.
  • Lage: Die ehemalige New Argonner Kaserne liegt im Stadtteil Wolfgang. Das Gelände wird im Nordosten von der B8 (Aschaffenburger Straße), im Südosten vom heutigen Naturschutzgebiet Campo Pond sowie im Nordwesten von der K970 (In den Tannen) begrenzt. Im Südwesten stößt das Gelände an ein hochwertiges Wohngebiet.
  • Anbindung: Über die K970 (In den Tannen) besteht nach Norden ein Anschluss an die B8 mit direkten Anbindungen an die Innenstadt, an den Autobahnanschluss Erlensee der A66 (Richtung Frankfurt und Richtung Hanauer Kreuz. Ebenfalls über die K970 (In den Tannen) besteht nach Süden eine Anbindung an die L3309 (Auheimer Straße), über die sowohl die Innenstadt als auch die südlichen Stadtteile und die B45 und B43a und somit die A3 (Richtung Frankfurter Kreuz und Richtung Würzburg) schnell erreicht werden können.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs: Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • Dezember 2009: Die KW Projektsteuerung GmbH & Co. kauft das Gelände mit der Beteiligung weiterer Investoren (Geisheimer Gruppe, Wolf Argonner Park GbR, Dieter Dittmar). In den folgenden Jahren entstehen durch Sanierung, Neubau und die Vergabe von 61 Baugrundstücken rund 390 Wohneinheiten (Einzel-, Reihenhäuser, Geschosswohnungsbau) zum Kauf und zur Miete - sowie das Dienstleistungs- und Nahversorgungszentrum Argonnermarkt.
  • Die Stadt Hanau kauft von der KW Projektsteuerung GmbH & Co. 10,3 Hektar, um dort später (gemeinsam mit der TGH) ein Sportzentrum zu etablieren.
  • Der Geschäftsmann Jürgen Zoubek kauft die ehemalige Middle School, saniert sie und vermietet sie an die Paul-Gerhardt-Schule (Christl. Privatschule mit Grund- und Realschule sowie Gymnasium).
  • August 2010: Eröffnung der Paul-Gerhardt-Schule
  • März 2012: Eröffnung des Nahversorgungszentrums Argonnermarkt mit Rewe, Aldi, Rossmann
  • Oktober 2012: Eröffnung des Dienstleistungszentrums Argonnermarkt (Ärzte, Apotheke, Sparkasse, Bäckerei & Café, Friseur, Schuh- und Bekleidungsgeschäfte)
  • Dezember 2014: Die Stadt gibt die 10,3 ha (ehem. Sportgelände neben der der Paul-Gerhardt-Schule), die sie für das Sportzentrum reserviert hat, zurück an die KW Projektsteuerung GmbH & Co., da sich die Pläne aus finanziellen Gründen nicht realisieren lassen. Nun soll hier das neue Wohnquartier „In den Argonnerwiesen“ mit 155 Wohneinheiten, einer Kita, Grünflächen und Sportplatz entstehen.
  • November 2015: Bebauungsplan für „In den Argonnerwiesen“ wird rechtkräftig.
  • Anfang 2016: Die K.W. Projektssteuerung GmbH & New Argonner KG beginnt mit den Erschließungsarbeiten und erstellt einen Lärmschutzwall. Anschließend beginnen die Bauarbeiten.
  • Die Wohngebäude (Doppelhaushälften und Reihenhäuser) werden von verschiedenen Bauträgern entwickelt(Traumhaus, Bonava, CDS Frankfurt, Hess Wohnungsbau.
  • Ende 2017: Die ersten Bewohner beziehen in ihr Eigenheim „In den Argonnerwiesen".
(ehem. Truppenübungsgelände der US-Armee)

Seit September 2009 lebt eine Herde Przewalski-Urwildpferde auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz der US-Armee. Verantwortlich für das Przewalski-Projekt zeichnet der Bundesforst Schwarzenborn. Die Stadt Hanau unterstützt tatkräftig auf verschiedenen Ebenen. Campo Pond weist in seinem Wald, auf den Wiesen, Koppeln und in den Feuchtgebieten eine hohe ökologische Qualität und Biodiversität auf und ist in weiten Teilen als Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet ausgewiesen. Im Rahmen von Führungen lädt das Umweltzentrum Hanau dazu ein das Gelände zu erkunden und mehr über seine Artenvielfalt und die seltenen Przewalski-Pferde zu erfahren.

Steckbrief:Luftbild der Old Argonner Kaserne
  • Fläche: 100,2 ha
  • Frühere Nutzung: Der ehemalige Truppenübungsplatz der US-Armee wurde für Übungen mit schwerem Gerät und Infanterietruppen genutzt. Auf dem kleinen künstlich angelegten See (Pond) des Areals trainierten früher Brückenbaupioniere den Bau von Pontonbrücken.
  • Lage: Die Fläche des Campo Pond Trainingsgeländes liegt im Stadtteil Wolfgang im Osten der Stadt. Die Fläche markiert den südlichen Teil des Stadtteils Wolfgang.
  • Campo Pond wird im Nordosten von der B8 (Aschaffenburger Straße), im Südosten von der K869 (Waldstraße / Neuwirtshäuser Straße) sowie im Westen vom Argonner Park (ehem. New Argonner Kaserne) begrenzt.
  • Anbindung: Im südöstlichen Bereich befindet sich eine Einfahrt von der K869 (Neuwirtshäuser Straße), welche einerseits in die B8 (Aschaffenburger Straße) und andererseits in die L3309 (Auheimer Straße) mündet. Über die Depotstraße besteht eine direkte Verbindung zum Industriegebiet Großauheim und weiter über die Limesbrücke nach Klein-Auheim. Eine direkte Anbindung an das ÖPNV-Netz besteht nicht.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs; die Liegenschaft wird wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet.
  • Im September 2009 veranlasst der Bundesforst Schwarzenborn, eine Abteilung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die Ansiedlung der ersten Gruppe von fünf Przewalski-Pferden. Sie dienen als „Landschaftspfleger im FFH-Gebiet, da sie Baumtriebe abknabbern und dafür sorgen, dass freie Flächen nicht zuwachsen.
  • Über die Jahre wächst die kleine Herde auf rund zehn Tiere an. Das Gelände ist zudem Schauplatz zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Auch Schulungen für Schulklassen finden hier statt. Das Umweltzentrum Hanau bietet regelmäßig verschiedene Themenführungen über Campo Pond an.
Weitere Informationen gibt es beim Umweltzentrum Hanau
(ehem. Gebäude 903)

Der Gelnhäuser Investor Ernst Hain kauft im Sommer 2012 das ehemalige Verwaltungsgebäude der US-Armee um dort eine ganztägige inklusive Grundschule des Behindertenwerkes Main-Kinzig (BWMK) einzurichten. Im August 2013 eröffnete die Sophie-Scholl-Schule Hanau ihre Türen. Derzeit besuchen 164 behinderte und nicht behinderte Kinder die Grundschule.
Steckbrief:Sophie-Scholl-Schule Hanau
  • Fläche: 0,47 ha
  • Frühere Nutzung: Als Kasino errichtet, wurde das Gebäude später als Zahnklinik und dann als Verwaltungsgebäude vom US-Militär genutzt. Das Gebäude ist als historischer und prägender Bestandteil der Gesamtanlage denkmalgeschützt. Es war einst Teil der ehemaligen Francois-Kaserne, die bereits in den 90er Jahren verkauft und saniert wurde.
  • Lage: Ecke Lamboy- und Chemnitzer Straße im Stadtteil Lamboy.
  • Anbindung: Die Auffahrt Hanau-Nord auf die B8 ist nur knapp einen Kilometer entfernt. Von dort erreicht man den Autobahnanschluss Erlensee der A66 mit Richtung Frankfurt am Main einerseits und Hanauer Kreuz andererseits. Die Lamboystraße bildet eine Haupteinfallstraße in die Hanauer Innenstadt; damit ist eine gute Erreichbarkeit mit dem PKW sowie mit dem Bus aus der Innenstadt bzw. in die Innenstadt gewährleistet.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet und vermarktet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • Juli 2012: Der Gelnhäuser Investor Ernst Hain kauft das ehemalige Verwaltungsgebäude der US-Armee um dort eine inklusive Grundschule des Behindertenwerkes Main-Kinzig (BWMK) einzurichten.
  • August 2013: Eröffnung der Sophie-Scholl-Schule Hanau
(ehem. Parkplatz Yor(c)khof Kaserne)

Der ehemalige Parkplatz der US-Armee wurde im Juni 2011 von der Berus GmbH aus dem hessischen Staufenberg gekauft. Sie errichtete dort elf Reihenhäuser mit Terrasse und Garten, die Ende 2012 fertiggestellt und bezogen werden.

Steckbrief:
 
  • Fläche: 0,26 ha
  • Frühere Nutzung: Das versiegelte Areals diente als ehemaliger Parkplatz für die Verwaltungsgebäude des US-Militärs auf der gegenüberliegenden Yor(c)hof Kaserne. Die ehemalige Yor(c)khof Kaserne bildete zusammen mit der Hessen-Homburg Kaserne, der Francois Kaserne sowie der Hutier Kaserne einen militärischen Block entlang der Lamboystraße.
  • Lage: Ecke Chemnitzer- und Cranachstraße im Stadtteil Lamboy.
  • Anbindung: Die Auffahrt Hanau-Nord auf die B8 ist nur knapp einen Kilometer entfernt. Von dort erreicht man den Autobahnanschluss Erlensee der A66 mit Richtung Frankfurt am Main einerseits und Hanauer Kreuz andererseits. Die Lamboystraße bildet eine Haupteinfallstraße in die Hanauer Innenstadt; damit ist eine gute Erreichbarkeit mit dem PKW sowie mit dem Bus aus der Innenstadt bzw. in die Innenstadt gewährleistet.

Bisherige Entwicklung:
  • Ende 2008: Abzug des US-Militärs aus Hanau. Die Liegenschaft wird - wie alle anderen ehemaligen amerikanischen Flächen in Hanau - anschließend von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet und vermarktet. Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Hanau.
  • Juni 2011: Die Berus GmbH aus Staufenberg kauft die 0,26 ha große Parzelle südlich der Cranachstraße, die früher als Parkplatz für die Yor(c)khof Kaserne diente. Sie errichtet dort elf Reihenhäuser mit je 134 Quadratmetern Wohnfläche, Terrasse und Garten.
  • Herbst 2012: Fertigstellung und Bezug der Berus Reihenhäuser
Historie
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die US-Streitkräfte die militärischen Anlagen der Deutschen Wehrmacht, modernisierten und erweiterten sie über die Jahre. Mit der Zeit wurde der Standort Hanau (Hanau Garrison) zu einem der größten und bedeutendsten US-amerikanischen Militärstützpunkte Europas mit rund 30.000 Soldaten, Familienmitgliedern und zivilen Angestellten in den 70er und 80er Jahren.

In den 1990er Jahren erfolgte eine erste Reduzierung der in Deutschland stationierten Einheiten der US-Streitkräfte. Im Zuge dessen wurden auch in Hanau die ersten Kasernen an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Damit begann ein erster Konversionsprozess, der seit langem erfolgreich abgeschlossen ist. Er betraf die Hessen-Homburg Kaserne (heute Schulzentrum Hessen-Homburg, Staatliches Schulamt, Technisches Rathaus), die Francois-Kaserne (heute Wohnpark Francoisgärten, Schule, Kita, Dienstleister, Büros und Volkhochschule) und einem Teilbereich der Großauheim Kaserne (heute Nahversorgungszentrum).
Im Zuge globaler Truppenbewegungen und Umstrukturierungen zog das US-Militär nach 63 Jahren Präsenz Ende des Jahres 2008 komplett aus Hanau ab. So fielen weitere 340 Hektar an ehemaligen Militärliegenschaften in die Planungshoheit der Stadt Hanau zurück. Auch diese Konversionsflächen wurden sukzessive von den amerikanischen Streitkräften an die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), zurückgegeben. Die Stadt Hanau schloss einen Kooperationsvertrag mit der BImA, der die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf der Suche nach Investoren und neuen Nutzungsmöglichkeiten bildete. Inzwischen befinden sich mehr als 250 Hektar der ehemaligen US-Liegenschaften in ziviler Nutzung.